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Grippe
ZUSAMMENFASSUNG GRIPPE Die Grippe ist eine der häufigsten, dennoch nicht zu unterschätzenden und ernst zu nehmenden Erkrankungen. In der Schweiz zählt man jeden Winter 200'000 grippale Leiden, welche dann letztendlich vom Arzt behandelt werden müssen (Angaben BAG und SDA). Harmlos für die meisten von uns, kann die Grippe jedoch bei Risikopersonen zu ernsthaften Komplikationen führen. Zu den Risikogruppen gehören Personen über 65 Jahre, eine Altersgruppe, für welche eine Grippeerkrankung eine besondere Gefahr darstellt und bei denen aus diesem Grund das Morbidität- und Sterblichkeitsrisiko um einiges höher liegt. In der Schweiz sterben jährlich zwischen 400 und 1'000 Menschen an den Folgen der Grippe, und 1'000 bis 5'000 Patienten müssen wegen einer Grippeerkrankung zur Behandlung ins Krankenhaus eingewiesen werden (siehe: Epidemiologie der Grippe); zum Vergleich: Im Jahr 2008 starben auf Schweizer Strassen 357 Personen (Quelle: SF Tagesschau, 20.08.2009). Bei schweren Grippe-Epidemien können 10-20% der normalen Bevölkerung betroffen sein und in kollektiven Einrichtungen wie Alters- und Pflegeheime, Internate usw. liegt die Ansteckungsrate sogar über 50%. Eine Impfung ist für alle die wirksamste Vorbeugungsmassnahme gegen die Grippe und trägt dazu bei, das Komplikationsrisiko zu senken. Das Zurückgreifen auf Medikamente gegen Viren kann ein ergänzendes, nützliches Mittel sein, das jedoch nicht als Ersatz für die Impfung angesehen werden kann. Oseltamivir (Neuraminidase-Hemmer; Tamiflu®) ist derzeit in der Schweiz zur Behandlung der Grippe zugelassen, jedoch nicht zu deren Prophylaxe (Vorbeugung). Die Heilpflanze Echinacea (roter Sonnenhut) wird auch als Mittel empfohlen, kann jedoch ebenfalls nicht als Ersatz für die Impfung angesehen werden. Echinacea hat hauptsächlich eine immunstimulierende Wirkung.
Siehe auch
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