Die Grippe ist eine der landläufigsten, dennoch nicht zu unterschätzenden und ernst zu nehmenden Erkrankungen. In der Schweiz zählt man jeden Winter 200'000 grippale Leiden, welche dann letztendlich vom Arzt behandelt werden müssen (Angaben BAG und SDA). Harmlos für die meisten von uns, kann die Grippe jedoch bei Risikopersonen zu ernsthaften Komplikationen führen. Zu den Risikogruppen gehören Personen über 65 Jahre, eine Altersgruppe, für welche eine Grippeerkrankung eine besondere Gefahr darstellt und bei denen aus diesem Grund das Morbidität- und Sterblichkeitsrisiko um einiges höher liegt. In der Schweiz sterben jährlich zwischen 400 und 1'000 Menschen an den Folgen der Grippe, und 1'000 bis 5'000 Patienten müssen wegen einer Grippeerkrankung zur Behandlung ins Krankenhaus eingewiesen werden (>> siehe Statistiken über die Grippe). Bei starken Grippe-Epidemien können 10-20% der normalen Bevölkerung betroffen sein und in kollektiven Einrichtungen wie Alten- und Pflegeheime, Inernate usw. liegt die Ansteckungsrate sogar über 50% . Die Vorbeugung ist daher eine strategische Notwendigkeit zur Bekämpfung der Krankheit und deren Ausbreitung.
Die Impfung ist für alle die wirksamste Vorbeugungsmassnahme gegen die Grippe und trägt dazu bei, das Komplikationsrisiko zu senken. Das Zurückgreifen auf Medikamente gegen Viren (Amantadin/Rimantadin, Zanamivir, Oseltamivir) aus prophylaktischen Gründen kann ein ergänzendes nützliches Mittel sein, das jedoch nicht als Ersatz für die Impfung angesehen werden kann. Diese im allgemeinen bei Risikogruppen eingesetzten Medikamente können grundsätzlich alle zur Vorbeugung und zur Behandlung der Grippe bei Epidemien angewendet werden. Oseltamivir (Neuraminidase-Hemmer, Tamiflu®) ist derzeit in der Schweiz zur Behandlung der Grippe zugelassen, jedoch nicht zu deren Prophylaxe (Vorbeugung).
Die Heilpflanze Echinacea (roter Sonnenhut) wird auch als Mittel zur natürlichen Vorbeugung empfohlen, kann jedoch nicht als Ersatz für die Impfung angesehen werden (=einzig wirksames Mittel). Echinacea hat hauptsächlich eine immunstimulierende Wirkung.
Das Grippevirus ist über die Luftwege leicht von einer Person auf die andere übertragbar, über Mikrotröpfchen und abgesonderte Partikel von Personen, die angesteckt wurden und infolgedessen husten oder niesen. Ohne Zweifel sind deshalb die Hände ein wichtiger Faktor in der Verbreitung der Grippe, denn der direkte Kontakt der Hände mit allen in unserem alltäglichen Leben vorkommenden Oberflächen trägt zur Übertragung und Verbreitung des Virus bei.
Sich die Hände sorgfältig zu waschen ist ein einfacher und wirksamer Handgriff und kostet uns nicht viel, um das Übertragungsrisiko des Virus einzuschränken und hilft gleichzeitig, einer Ausbreitung von Infektionen im allgemeinen vorzubeugen.
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