Wenn der Frühling sich ankündigt und er viele von uns an die milde Luft und die Rückkehr von sonnigen Tagen erinnert, ist diese Zeit für andere eher unangenehm. Der Grund für ihre Qual: der Heuschnupfen, eine allergische Rhinitis, die durch die vom Wind verstreuten Pollen der Bäume (unser Foto), durch Gräser und verschiedene krautartige Pflanzen hervorgerufen (ausgelöst) wird. Symptome des Heuschnupfens: Brennen, Rötungen und Anschwellen der Augen, tränende Augen, Niesattacken, verstopfte Nase oder starker Fliessschnupfen, starker Juckreiz...
>> siehe auch Symptome des Heuschnupfens
Das Auftreten sowie der Schweregrad dieser Symptome hängen von der Anzahl in der Luft enthaltenen Allergieauslöser und von der Stärke der vorbedingten Sensibilisierung der Person ab. Im Ahnenstamm von 50%-90% der an Heuschnupfen leidendenden Menschen treten Allergiker auf (genetische Veranlagung). >> siehe auch Ursachen von Heuschnupfen
Die Häufigkeit von Heuschnupfen variiert je nach Region, Jahreszeit und Klimabedingungen. Die allergische Rhinits stellt weltweit ein schwerwiegendes Problem der allgemeinen Gesundheit dar, sowohl aufgrund ihrer Ausbreitung und Umfangs der betroffenen Bevölkerung als auch wegen der Auswirkung auf die Lebensqualität der Betroffenen und die Kosten, die dadurch für die Gesellschaft entstehen.
Der Heuschnupfen und die Anfälligkeit auf Pollenallergien verstärkt sich im Laufe des Schulalters und erreicht den Höhepunkt während der Adoleszenz. Seit neuestem gilt die Luftverschmutzung in Städten immer häufiger als eine der potenziellen Ursachen oder als einer der Auslösungsfaktoren, obwohl dies noch in Frage gestellt wird.
Je nach Ernsthaftigkeit der Symptome wird ein therapeutischer Eingriff in Etappen vorgeschlagen, in Verbindung mit der Vermeidung der Allergie auslösenden Stoffe (oft schwierig), mit einer pharmakologischen Behandlung und mit einer Immuntherapie (d.h. mit einer spezifischen Hyposensibilisierung, in einspritzbarer oder sublingualer Form):
- Die Cromone, Wirkstoffe, die die Freisetzung von Histaminen verhindern und auf den Nasenfluss und den nasalen Juckreiz einwirken. Sie sind gut verträglich, ihre Kurzzeitwirkung verlangt jedoch mehrere Anwendungen am Tag.
- Die Antihistaminika unterdrücken die Wirkung des Histamins und sind gegen die meisten der Symptome der allergischen Rhinitis wirksam. Die Antihistaminika der ersten Generation wirkten ermüdend, die moderneren sind besser verträglich.
- Die lokalen Kortikoide haben eine starke entzündungshemmende Wirkung und agieren insbesondere auf die nasale Verstopfung.
- Lokale Erkältungsmittel können zur Verminderung der Verstopfung der Nasenbronchien eingesetzt werden, dürfen jedoch nicht länger als einige Tage angewandt werden.
Die Hyposensibilisierung besteht darin, dass eine Dosis der verursachenden Allergene in der Steigerunsphase eingespritzt werden, damit der Organismus sich daran gewöhnt. Die Gesamtdauer der Hyposensibilisierung beträgt 3 bis 5 Jahre. Diese Art von Behandlung ist nur bei intensivem und langanhaltendem Unbehagen in Betracht zu ziehen (mehrere Wochen). Es gilt deshalb als unnötig, mit einer Hyposensibilisierung zu beginnen, wenn man nur einige Tage im Jahr an Heuschnupfen leidet.
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