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Pfeiffersches DrüsenfieberPfeiffersches Drüsenfieber


Definition Pfeiffersches Drüsenfieber

Das Pfeiffersche Drüsenfieber oder die infektiöse Mononukleose ist eine Virenerkrankung, die durch das Epstein-Barr Virus (EBV) verursacht wird, ein doppelsträngiges DNA-Virus der Familie der Herpesviren.

Beim Pfeifferschen Drüsenfieber treten bestimmte, weisse Blutkörperchen in erhöhter Anzahl und in vergrössertem Volumen auf (mononukleare Lymphozyten, die in den lymphoiden Organen gebildet werden). Typische Anzeichen für das Pfeiffersche Drüsenfieber sind Angina, Kopfschmerzen, begleitet von extremer Müdigkeit.

In den westlichen Ländern sind 80% der Bevölkerung Träger des Virus. Die Ansteckung mit dem Virus erfolgt in der Regel während der Kindheit, die Krankheit bleibt jedoch häufig asymptomatisch. Bei 20% aller Erwachsenen wird das Virus durch den Speichel ausgeschieden. Da die Ansteckung über den Speichel erfolgt, wird die infektiöse Mononukleose häufig auch als ’’Kusskrankheit’’ (kissing disease) bezeichnet.

Vom Pfeifferschen Drüsenfieber sind hauptsächlich Jugendliche betroffen.

Die Krankheit entwickelt sich in der Regel innerhalb von 2 Wochen. Es kommt selten zu Komplikationen, einzig die extreme Müdigkeit dauert an. Es gibt jedoch mehrere Behandlungsmassnahmen, um dem Pfeifferschen Drüsenfieber entgegenzuwirken.

Ursachen Pfeiffersches Drüsenfieber

Wie im Abschnitt Definition des Pfeifferschen Drüsenfiebers erwähnt, wird die Krankheit durch das Epstein-Barr-Virus (EBV) verursacht.

Einmal im menschlichen Körper (durch Speichel übertragen), ist das Virus verantwortlich für eine erhöhte Abwehr des Immunsystems des Trägers, was zu einer erhöhten Produktion an Lymphozyten im Blut führt (weisse Blutkörperchen).

Die Folge einer erhöhten Produktion an Lymphozyten sind Lymphknotenschwellungen (Lymphknoten unter den Achseln, in der Leiste, am Hals und in der Milz). Dies erklärt unter anderem die Symptome des Pfeifferschen Drüsenfiebers.


Risikopersonen Pfeiffersches Drüsenfieber

In den industrialisierten Ländern erfolgt die Primärinfektion in der Regel ab der Kindheit und verläuft häufig asymptomatisch. Ist das Virus einmal in den Organismus eingedrungen, verbleibt es in den Lymphknoten und "schlummert" dort, das heisst: Eine Infektion mit dem Virus bedeutet nicht, dass die Krankheit zwingend ausbricht.

Das Virus bleibt jedoch im Körper und kann insbesondere durch den Speichel übertragen werden.

Die Mehrheit der Bevölkerung ist Träger des Virus der infektiösen Mononukleose, jedoch verläuft die Krankheit in der Regel nur bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen symptomatisch.

Durch eine verbesserte Hygiene erfolgt die Primärinfektion heutzutage immer häufiger verzögert und kann zu schweren Komplikationen führen (siehe: Komplikationen der infektiösen Mononukleose).

Symptome Pfeiffersches Drüsenfieber

Die Inkubationszeit (Zeitspanne zwischen der Infektion und dem Auftreten der Symptome) des Pfeifferschen Drüsenfiebers beträgt 2 bis 6 Wochen.

Da eine Erhöhung der Lymphozyten typisch für eine infektiöse Mononukleose ist, sind die Hauptsymptome:

- Fieber (zu Beginn), zwischen 38°C und 39°C
Angina
Kopfschmerzen
- extreme Müdigkeit (Erschöpfung)
- geschwollene Mandeln, häufig von einer gräulichen Schicht bedeckt
angeschwollene Drüsen am Hals, im Achsel-, Leisten und Milzbereich

Dies kann zu Schluckschwierigkeiten, ja sogar zu Atemproblemen führen. Zudem kann es sein, dass man im Bauchbereich infolge geschwollener Drüsen im Bereich der Milz empfindlicher als normal reagiert.

Diagnose Pfeiffersches Drüsenfieber

Die Symptome einer infektiösen Mononukleose sind weder spezifisch noch typisch für die Erkrankung.

Eine Diagnose der Krankheit wird durch klinische Untersuchungen und Bluttests gestellt, durch die eine Erhöhung der Lymphozyten im Blut festgestellt wird.

Mit Hilfe eines Serologietests kann die Diagnose bestätigt werden. Es handelt sich um einen Test, mit dem spezifische Antikörper im Blut nachgewiesen werden können. Antikörper sind durch das Immunsystem gebildete Abwehrstoffe gegen Antigene.

Komplikationen Pfeiffersches Drüsenfieber

Wie im Abschnitt Risikopersonen für Pfeiffersches Drüsenfieber erwähnt, erfolgt eine Primärinfektion immer häufiger verzögert. Dieser Umstand kann zu schwerwiegenderen Komplikationen führen - die Krankheit tritt zwar zu einem späteren Zeitpunkt auf, jedoch auch in verstärkter Form.

Schwerwiegendere Formen von infektiöser Mononukleose können zu Hirnhaut- oder Nervenentzündungen führen.

Die am häufigsten auftretenden Komplikationen bei Pfeifferschem Drüsenfieber sind: Extreme, häufig über Monate hinweg andauernde Müdigkeit, gelegentlich auch mit Depressionen verbunden.

Bei einem Schlag in den Bauch können ebenfalls Komplikationen mit der Milz auftreten. Da sich deren Volumen durch die Erkrankung vergrössert hat und es sich um ein empfindliches Organ handelt, kann es leicht verletzt werden. Vermeiden Sie daher das Ausüben von Kampfsportarten oder anderen Tätigkeiten, welche zu einem solchen Ereignis führen, während einer Erkrankung an Pfeifferschem Drüsenfieber.

Eine gute Nachricht: Falls Sie an Pfeifferschem Drüsenfieber erkranken, bleibt der Körper nach Genesung ein Leben lang immun.

Wann ist im Falle von Pfeifferschem Drüsenfieber ein Arzt aufzusuchen?

Suchen Sie unverzüglich einen Arzt auf, falls:-
- Sie oder Ihr Kind an Atembeschwerden leiden
- bei Sie erhöhtes Fieber (über 38°C) haben oder mässiges Fieber mehr als 10 Tage andauert 
- Sie oder Ihr Kind Schmerzen im Bereich der Milz verspüren (>>siehe oben)

* Achtung, es handelt sich hier um eine unvollständige Liste, bei allfälligen Symptomen, die auf Pfeiffersches Drüsenfieber hinweisen könnten, wenden Sie sich an Ihren Arzt.


Behandlung Pfeiffersches Drüsenfieber - Medikamente Pfeiffersches Drüsenfieber

In der Regel heilt eine infektiöse Mononukleose nach einigen Wochen von alleine wieder aus. Die Müdigkeit kann jedoch noch über einige Monate hinweg andauern.

Der behandelnde Arzt wird Ihnen gelegentlich Antibiotika verschreiben. Dies allerdings nur, falls ein Verdacht auf eine bakterielle Komplikation besteht (beispielsweise eine bakterielle Superinfektion einer Angina). Ihr Arzt wird Ihnen jedoch keine Derivate von Penizillin Typ Beta-Laktam verschreiben, da diese das Auftreten von Pusteln oder roten Flecken verursachen können.

Es gibt daher keine spezifische Behandlung von Pfeifferschem Drüsenfieber. Beachten Sie vor allem folgende Punkte:

Ruhen Sie sich genügend aus.
- Nehmen Sie Schmerzmittel zu sich: Medikamente, welche Schmerzen und Fieber lindern (Paracetamol) oder solche, welche zusätzlich auch entzündungshemmende Eigenschaften besitzen (Ibuprofen oder andere). Lassen Sie sich von Ihrer Apothekerin oder Ihrem Apotheker beraten, um das für Sie am besten geeignete Medikament zu erhalten.
- Bei Komplikationen nehmen Sie Kortikoide zu sich, insbesondere bei Atemschwierigkeiten.
Antivirale Medikamente (z.B. Aciclovir) sind in der Regel für Patienten gedacht, die an Immunstörungen leiden.
Trinken Sie ausreichend

Wichtige Anmerkung: Vermeiden Sie Sportarten mit direktem Körperkontakt (dies könnte dazu führen, dass die angeschwollene Milz platzt). Lesen Sie auch: Komplikationen bei Pfeifferschem Drüsenfieber.

Tipps Pfeiffersches Drüsenfieber

Wie bereits unter Behandlung von Pfeifferschem Drüsenfieber erwähnt, können folgende Ratschläge zur Behandlung hilfreich sein, damit die Erkrankung rascher ausheilen kann.

Es ist wichtig, sich während der Krankheit ausreichend auszuruhen. Halten Sie sich deshalb daran! Vor allem bei Sportlern ist ausreichend Ruhe wichtig, da das Pfeiffersche Drüsenfieber ansonsten bis zu 6 oder 12 Monaten andauern kann (in der Regel heilt die Krankheit nach 2-4 Wochen aus).

Achten Sie zudem auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Vorbeugung Pfeiffersches Drüsenfieber

- Nicht aus dem gleichen Glas wie eine erkrankte Person trinken oder aus deren Teller essen

- Nicht die Nahrung mit einer erkrankten Person teilen

- Sich vor dem Essen stets die Hände waschen und allenfalls desinfizieren

Küsse auf den Mund vermeiden

Erfahrungsbericht Pfeiffersches Drüsenfieber

Lesen Sie nachfolgend den Erfahrungsbericht von *Bianca, die an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankt ist. Dies soll keine theoretische Abhandlung sein, sondern praxisrelevante Fragen beantworten.


Wie und wann haben Sie festgestellt, dass Sie an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankt sind?
Ich bekam Halsschmerzen und dachte, dass es sich um eine Angina handelt und habe einen Arzt aufgesucht. Er hat die Diagnose Pfeiffersches Drüsenfieber gestellt. Damals war ich 18 Jahre alt, jetzt bin ich 31.

Wie, glauben Sie, haben Sie sich mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber angesteckt?
Ich habe keine Ahnung. Freunde haben mir erzählt, dass die Krankheit oral übertragbar ist. Vielleicht, weil ich einmal aus einer Trinkflasche eines Kollegen getrunken oder ein anderes Glas benutzt habe.

Welches waren die Hauptsymptome?
Halsschmerzen, Fieber und Müdigkeit. Nachmittags war ich jeweils sehr erschöpft, ich habe viel geschlafen, dies war damals während meiner Prüfungszeit, aber ich habe meine Examen trotz Krankheit bestanden.

Wie lange dauerte dies an?
Dies dauerte zirka 2 Wochen.

Welche Medikamente hat Ihnen Ihr Arzt verschrieben?
Ich habe keine Medikamente eingenommen, da es sich um eine virale Erkrankung handelt. Der Arzt hat mir geraten, mit Salbei zu gurgeln, viel zu trinken, leichte Kost zu mir zu nehmen und mich auszuruhen.

Haben Sie noch Folgeerscheinungen der Krankheit, wie beispielsweise Müdigkeit?
Nein.

Welchen Ratschlag können Sie Erkrankten zur Vorbeugung oder zur Behandlung der Krankheit geben?
Ich kann Ihnen keinen Ratschlag zur Vorbeugung geben. In Bezug auf die Behandlung der Krankheit, glaube ich, dass viel Ruhe wichtig ist.


Kreapharma.ch dankt Bianca für die Beantwortung unserer Fragen.

Zur Erinnerung: Pfeiffersches Drüsenfieber ist eine Krankheit mit unterschiedlichen Symptomen und zudem mit möglichen schwerwiegenden Folgeerscheinungen. In der Regel kann die Müdigkeit über Monate hinweg andauern und diese die mit dem Virus infizierten Personen bis über ein Jahr beeinträchtigen.

Für weitere Details über die Krankheit besuchen Sie unsere Seiten über das Gesundheitsthema Pfeiffersches Drüsenfieber. Dort finden Sie ebenfalls nützliche Ratschläge zur Vorbeugung einer möglichen Ansteckung.

* Bianca: Name wurde geändert


 

 

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Wie übersetzt man Pfeiffersches Drüsenfieber in anderen Sprachen ?

 auf English : mononucleosis ("mono")  auf Französisch : mononucléose
 auf Italienisch : mononucleosi  auf Spanisch : mononucleosis
 auf Portugiesisch : mononucleose  

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